Steam-In-Home-Streaming mit ASUS VivoMini-PCs Vom Schreibtisch ins Wohnzimmer

<span class="entry-title-primary">Steam-In-Home-Streaming mit ASUS VivoMini-PCs</span> <span class="entry-subtitle">Vom Schreibtisch ins Wohnzimmer</span>

Mit einem ASUS VivoMini-PC können Games eines anderen PCs per Streaming auf dem Wohnzimmer-Fernseher gezockt werden.

Minecraft, Rise of the Tomb Raider, Trine 3, Batman Arkham Knight, GTA V, Life is Strange… die Liste der Spiele aus der Steam-Bibliothek, denen man einen verregneten Sonntag auf der Couch oder im Bett widmen kann, ist wirklich lang. Manchmal genauso lang wie der Weg vom Gaming-PC bis zum Fernseher im Wohn- oder Schlafzimmer. Dank Steams In-Home-Streaming-Funktion muss man den Spielerechner nicht immer hin- und herschleppen und verkabeln.

Host und Client

Hat man den leistungsstarken Gaming-PC im gleichen Netzwerk wie einen HTPC, Laptop oder Mac, dann lassen sich die Games ganz einfach vom Host, dem Spiele-PC, auf den Client, den Wohnzimmer- oder Schlafzimmer-PC, streamen. Auf einem ASUS VivoMini VM65N als HTPC kann dank separater Nvidia-Grafik auch direkt gezockt werden, viele Gaming-Rechner tragen dann aber doch bessere Grafikkarten so dass die ideale Aufgabenteilung heißt: Der Große rechnet und der Kleine bringt die Games auf den Schirm.

Damit Steam-In-Home-Streaming funktioniert, braucht es einen Host mit Vierkernprozessor wie einen Intel Core i5 aufwärts ab 2011er Baujahr und eine Grafikkarte der Nvidia-600er- oder AMD-7000er-Serie auf Seiten des Hosts. Auf Client-Seite ist man mit einem ASUS-VivoMini-PC der VM- oder UN-Serie bestens gerüstet, da die modernen Intel-Prozessoren QuickSync-Hardware-Decoding unterstützen. Für den ASUS VivoMini VM65N kann sogar NVEnc, der Decoder der Nvidia-GeForce-Grafik genutzt werden. 

Voraussetzung für das Remote-Gaming ist auch ein schnelles Heimnetzwerk. Ist der Gaming-Rechner als Host wie die ASUS-VivoMini-VM- und UN-Serie mit aktuellem WLAN-ac ausgerüstet, lässt sich das Bild in Full-HD mit 1.920 x 1080 Pixeln und butterweichen 60 FPS übertragen. Sind die PCs per Kabel oder einem leistungsstarkem High-End-Router wie dem ASUS RT-AC88 verbunden, ist die Übertragung noch stabiler.

Auf dem Host-PC werden die Games im Vollbild ausgeführt. Dort kann man während des Streamings derzeit leider noch nichts Anderes machen, weil jeder Eingriff mittels Tastatur und Maus auch im Spiel umgesetzt wird. Diese Peripherie sowie einen Game-Controller kann man auch am empfangenden ASUS VivoMini anschließen.

ASUS_RT_AC88U

Schnelle WLAN-Router wie der RT-AC88U eignen sich optimal für Streaming.


PlayStation 4 und Xbox-One-Feeling

Als Gamecontroller empfehlen sich tatsächlich die bewährten Begleiter der aktuellen Konsolen-Generation, insbesondere die Xbox One Controller von Microsoft. Sony hat die PC-Nutzer mit dem Dualshock 4 Controller seit neuestem und Microsoft mit den Xbox Controllern schon länger für sich entdeckt. Hinsichtlich der Kompatibilität hat Microsoft die Nase oft vorn.

Sonys Dualshock 4 kann per USB-Micro-USB-Kabel oder direkt per Bluetooth verbunden werden. Eigens dafür bietet das Unternehmen auch einen USB-Stick an. Viele Spiele erkennen den Sony-Controller aber erst, nachdem man dem PC per „DS4 to XInput Wrapper“ einen Microsoft-Controller vorgaukelt. Ist eine PlayStation 4 bereits Teil der Familie, lohnt sich die Einrichtung des Controllers am ASUS VivoMini, falls nicht, nimmt man besser einen Controller von Microsoft.

 

Xbox One Wireless Controller

Diese haben seit der Xbox 360 zunehmend auch PC- und Wohnzimmer-Gaming in Beschlag genommen. Das liegt zum Teil auch am Preis: Aktuell kostet der Xbox One Controller inklusive einem USB-Wireless-Adapter etwas mehr als 50 Euro. Für die Xbox One S wurde der Controller etwas aufgehübscht und teurer, die Premium-Variante stellt der Xbox One Elite Wireless Controller für 115 Euro dar. Alle drei und bis zu acht ihrer Art können am USB-Wireless-Adapter angeschlossen werden.

Ob Rocket League, Trine 3, Mortal Kombat X, Lego Batman oder die Wiederentdeckung von Street Fighter Turbo – bei manchen Spielen hat man mehr Spaß zu zweit. Sonys Wireless-Adapter empfängt entgegen einem simplen Bluetooth-Stick nur Signale eines Dualshock 4 Controllers, spätestens beim Multiplayer greift man also lieber auf Xbox One Controller am Wohnzimmer-PC zurück.

Zu empfehlenswerten Multiplayer-Games gehören The First Templar, die Dirt-Reihe, Serious Sam, Left 4 Dead 2, Nidhogg, Gang Beasts (bis zu 8 Spieler!), Speed Runners, Portal 2, Broforce, Insanely Twisted Shadow Planet und natürlich viele mehr. Einerseits gibt es da die Local Co-Op Spiele bei Steam, bei denen man zusammenarbeitet und natürlich die Splitscreen-Games, bei denen man Gegner besiegt.

In-Home-Streaming einrichten

So die Steam-Bibliothek ist gefüllt mit tollen Single- und Multiplayer-Games, es liegen aufgeladene Controller oder eine Couch-taugliche, drahtlose Maus-Tastatur-Kombi bereit und sowohl der Gaming-Rig als auch der ASUS-VivoMini-PC im Wohnzimmer sind flott im Heimnetz angebunden. Was ist also noch zutun für Steams in-Home-Streaming? Erstaunlich wenig:

Man muss nur auf beiden PCs die Steam-Software ausführen und mit dem gleichen Benutzerkonto eingeloggt sein. Schon erscheint beim Client die blaue Option „Stream“ anstelle von „Spielen“. Klickt man rechts ans Ende dieses Felds, lässt sich das Spiel auch lokal installieren. Mit einem Klick auf Stream startet der Host-PC das Game und empfängt die Eingaben des Client-PCs, also die am ASUS VivoMini angeschlossenen Controller und Tastaturen.

Portal_2_In_Home_Streaming

Das herausragende Portal 2 fordert mit cleveren Rätseln die grauen Zellen und eignet sich perfekt für In Home Streaming. (Quelle: Steam)

 

(W)LAN-Verbindung für Streams optimieren

Die Steam-Software hält ein paar Einstellungsmöglichkeiten für die Optimierung des In-Home-Streamings bereit. Vorher sollte man aber auch sichergehen, dass alle Geräte mit der größtmöglichen Geschwindigkeit und Bandbreite im Heimnetz sind. Bei einem LAN (Local Area Network), also einem kabelgebundenen Netzwerk kann man von der stabilsten und sichersten Verbindung ausgehen.

Hier kann es höchstens vorkommen, dass man aus Versehen ein zu altes Netzwerkkabel rausgekramt hat, welches die Verbindung auf 100 Mbit/s beschränkt. Bei einem WLAN müssen schon mehr Sachen beachtet werden. Fallstricke können hier eine schlechte Ausleuchtung der Ecke hinter dem Fernseher oder unter dem Computer sein, oft gibt es auch einander störende Funksignale.

Der WLAN-Router sollte möglichst hoch und zentral an der Wand angebracht werden und nicht in einer abschirmenden Schublade verschwinden. Dicke Wände, Metall und Distanz schwächen das WLAN-Signal. Es kann auch zu Interferenzen mit Bluetooth- oder anderen Funkgeräten kommen, namentlich die Game-Controller oder Wireless-Tastaturen.

Moderne Router und Endgeräte wie ein ASUS-VivoMini-PC können neben dem 2,4-GHz- auch das 5-GHz-Frequenzband für WLAN nutzen. So stören die Signale der bequem drahtlos angebundenen Game-Controller und Maus-Tastatur-Kombinationen auf dem 2,4-GHz-Band nicht den WLAN-Empfang für das Steam-In-Home-Streaming.

Lange Strecken lassen sich auch per Powerline überbrücken. Diese Adapter stecken optimaler Weise direkt in der Steckdose und nicht über einen Stromverteiler. Starke Verbraucher können die Verbindung schwächen: Kaffeemaschinen, Staubsauger oder Wasserkocher sollte man in der hitzigen Phase eines Games besser auslassen.

Power-Line_für_in_home_streaming

Für Game Streaming über größere Distanzen eignet sich auch ein Steckdosen-Adapter (Powerline) wie der ASUS PL-AC56.

Steam Einstellungen für Host und Client

In der Steam-Software kann man mit ein paar Einstellungen letzte Ruckler beim Streaming beseitigen oder aber die Videoübertragung optimieren. Bei Host und Client sollten das Hardware-Encoding für die jeweilige Grafikhardware aktiviert werden. Auch das Häkchen bei „Auflösung anpassen, um Leistung zu verbessern“ sollte gesetzt werden. Es empfiehlt sich, ein Spiel in der tatsächlich gestreamten Auflösung auch zu berechnen.

Rendert der Host-PC in 4K und es wird nur ein 1080p-Stream übertragen, so kostet die Diskrepanz Leistung. Oftmals erweist sich der NVFBC-Encoder als der zuverlässigste. CPU-Encoding ist mitunter hübscher aber wesentlich ineffizienter. Manchmal will Steam nicht so recht und es treten häufige Paketverluste auf. Ein Neustart des Clients kann hier helfen. Auch das Öffnen der GeForce-Experience-Software hat mitunter einen Einfluss auf die Bandbreite.

Wie hoch die übertragene Bandbreite ausfällt und in welcher Auflösung sowie Framerate der Stream läuft, kann man sich anzeigen lassen. Zu guter Letzt kann man noch probieren, Steam im Big Picture Modus auszuführen. Manchmal muss genau dieser beendet werden für flüssige Datenraten. Hier hilft nur etwas rumprobieren, um die besten Einstellungen zu finden. So verhält es sich auch mit der V-Sync-Einstellung auf dem Host-PC. In der Regel sieht es am besten aus, wenn V-Sync aktiviert ist.

Hier findet ihr die günstigsten Angebote für den ASUS VivoMini VM65N


Steam Big Picture Mode für die Couch

Der Big Picture Mode optimiert Steam für die Nutzung am Fernseher und mit einem Controller. Im Grunde eignet er sich perfekt für das Setup, in dem ein ASUS-VivoMini-PC mit Xbox Wireless Controller von einem stärkeren Gaming-PC auf den TV streamt. Mittels Game-Controller kann durch ein übersichtlicheres Menü navigiert werden und Steam zeigt auch gleich, welches Game für die Steuerung mittels Controller optimiert sind.

Egal ob Single- oder Multiplayer, so macht der verregnete Sonntag auf der Couch oder im Bett garantiert Spaß!

 

Steam_Big_Picture

Der Big Picture-Modus von Steam lässt sich einfach vom Sofa aus mit einem Gamepad steuern.

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